Bordbuch — Magazin für Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Studienreisen.
Bordbuch ist ein monatlich erscheinendes Reise-Magazin in deutscher Sprache. Wir schreiben über die deutsche Tourismus-Industrie — über Pauschalreise-Veranstalter, Kreuzfahrt-Reedereien, Studienreise-Häuser, Familien-Cluburlaub, Aktivreise-Spezialisten — und über das Reise-Recht, das Buchungen rechtlich trägt. Kein Reiseblog, kein Affiliate-Schaufenster und keine Bucket-List-Sammlung — ein Magazin, das jeden Monat erscheint und sich an Leute richtet, die Reisen als gestaltete Buchung verstehen, nicht als spontanes Schicksal.
Der Takt ist monatlich. Acht Ressorts — Pauschalreise, Kreuzfahrt, Studienreise, Familie, Aktiv, Destination, Recht, Praxis — bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren. Nicht jede Ausgabe füllt alle acht Felder gleich stark; manchmal verdichten sich vier Texte um eine Saison-Welle, manchmal liegt der Schwerpunkt auf einem einzelnen EuGH-Urteil zu Fluggastrechten. Die aktuelle Juni-2026-Ausgabe hat ihren Schwerpunkt im Sommer-Pauschalreise-Markt mit Seitenblicken auf die AIDA-Flottenentwicklung und auf eine längere Recherche zur FTI-Nachfolge im Veranstalter-Markt.
Gegründet wurde das Magazin im Frühjahr 2004, im Umfeld der damals zerfallenden klassischen Reisebüro-Landschaft und der einsetzenden Online-Buchungs-Welle. Was als Korrespondenz zwischen Pauschalreise-Katalog und Studienreise-Programm begann, ist seither zu einer fortlaufenden Publikation geworden, die sich an Reise-Buchende, Veranstalter-Beobachter:innen und Reise-Rechts-Interessierte gleichermaßen richtet. Wir verstehen 2004 als Gründungsmoment, nicht als Thema.
Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen klassischer deutscher Reise-Industrie und gegenwärtigem Online-Buchungs-Markt. Neckermann hat das Pauschalreise-Modell erfunden, TUI hat es industrialisiert, Dr. Tigges hat die Studienreise-Tradition geprägt, Robinson hat den deutschen Cluburlaub definiert — und heute publizieren TUI Group, DER Touristik, Aida Cruises, Studiosus auf den Schultern dieser Linie Kataloge, die ohne sie nicht denkbar wären. Wir behandeln Reisen als das, was es tatsächlich ist: keine Sammlung von Postkarten, sondern ein juristisch und logistisch verfasstes Geschäft, das sich an Veranstalter-Verträgen und EU-Pauschalreise-Richtlinien überprüfen lässt.
Geschrieben ist Bordbuch für Pauschalreise-Buchende, die ihren Veranstalter kennen wollen, für Kreuzfahrt-Reisende, die Reedereien und Routen einordnen, für Studienreise-Interessierte, die Bildungsurlaub und Reiseleitung ernst nehmen, und für Familien-Urlauber, die Cluburlaub und Familotel-Verbund vergleichen wollen. Wir setzen Vertrautheit mit grundlegenden Reise-Begriffen voraus, aber keinen IATA-Abschluss; eine Reisebüro-Inhaberin wird hier nichts Neues über DER-Touristik-Provisionen lernen, eine engagierte Pauschal-Buchende mit drei Jahren TUI-Erfahrung vielleicht schon.
Gastbeiträge
Bordbuch nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text geschrieben hat — Veranstalter-Portrait, Destination-Studie, Reise-Rechts-Analyse, Saison-Übersicht — und ihn bei uns sehen möchte, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche und honorieren angenommene Beiträge nach festen Sätzen. Kürze ist kein Nachteil, eine präzise Veranstalter-Konzern-Einordnung sagt mehr als drei Absätze Prosa, und wer EuGH-Aktenzeichen beziffert, hat schon gewonnen.
Reisen ist für uns kein Lifestyle-Item. Es ist die seltene Disziplin, in der ein 1963 erfundenes Pauschalreise-Modell am Donnerstagabend im Hannoveraner Reisebüro noch immer am Bildschirm überprüft wird.